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Unsere Geschichte: Cornelius Kersten

Cornelius' jüngere Jahre

Cornelius wuchs in Haarlem bei seiner englischen Mutter und seinem niederländischen Vater auf. Im Alter von vier Jahren bekam Cornelius ein Paar Inline-Skates, einen Helm und einen Schutz. Eine notwendige Ergänzung, denn er liebte Tricks und Stunts! Seine Skates begleiteten ihn überall hin und natürlich auch ins Auto, wenn wir zurück nach Großbritannien fuhren.

Im Alter von fünf Jahren war es an der Zeit, sich auf dem Eis zu versuchen. Cornelius' Vater ist ein begeisterter Schlittschuhläufer und nahm ihn und seine beiden Brüder oft mit auf die örtliche Eissporthalle. Zusammen mit seinen Brüdern trat er dem Eislaufverein bei und der Rest ist Geschichte!

Cornelius' Sportreise

Cornelius' Talent wurde schon früh erkannt, doch seine Verletzungen in der Jugend bedeuteten, dass die Möglichkeiten in der niederländischen Spitze begrenzt waren. "Ich sah keine Möglichkeit, mich in den Niederlanden weiterzuentwickeln, also begann ich, mich nach anderen Möglichkeiten umzusehen", so Cornelius, der sein ganzes Leben lang einen englischen Pass besaß und dies eine großartige Gelegenheit war, seine Reise fortzusetzen. "In meinen Juniorenjahren war ich regelmäßig verletzt, also wusste ich, dass noch viel mehr in mir steckte, ich musste nur den richtigen Weg finden".

Für Cornelius, der plötzlich für die Finanzierung seiner eigenen Eislaufkarriere verantwortlich war, war das ein entmutigender Schritt. Am Anfang war es schwierig, da er sich selbst für Wettbewerbe anmelden und Hotels und Flüge buchen musste. "Ich bin ins kalte Wasser gesprungen. Als ich zum ersten Mal zu einem Weltcup-Wettbewerb fuhr, hatte ich drei verschiedene Akkreditierungen: Läufer, Teammanager und Trainer".

Auch wenn der nationale Wettbewerb nicht so groß ist, hat die Entscheidung, Großbritannien zu vertreten, die Sache nicht einfacher gemacht. Fehlende finanzielle Mittel, mangelnde Stabilität und das Fehlen eines Teams haben dazu geführt, dass Cornelius alles selbst herausfinden musste. Von einem Jahr in Kanada bis zum Training mit einer Gruppe ausländischer Eiskunstläufer hatte er jedes Jahr ein anderes Team, was sich auf seine Leistungen auswirkte.

CRIT-Radfahren

Cornelius' Verletzungen führten auch dazu, dass seine Liebe zum Skaten nachließ. Er fand eine neue Leidenschaft, um seine Kraft und Entschlossenheit herauszufordern und an Wettkämpfen teilzunehmen: Fixed Gear Racing. Ein Sport auf einem Stahlrennrad ohne Bremsen und ohne Gangschaltung. Das Stahlrad gibt dem Rennfahrer die sensibelste Rückmeldung. Es ist eine echte Herausforderung, die Vertrauen, Urteilsvermögen, Genauigkeit und ein Team erfordert.

Cornelius begann mit dem Solosport als Schnuppersport in einer Spaßgruppe, doch mit der Zeit wurde es aufgrund seines Talents immer ernster. Er schloss sich dem neu gegründeten Team Wit von Olaf Wit an und begann, an internationalen Crit-Rennen teilzunehmen: Red Hook Crit: London, Brooklyn und Dijon Omnium. Manchmal mussten die Wettkämpfe mit dem Beginn und dem Ende der Eislaufsaison jongliert werden, was bedeutete, dass er einige verpassen musste. 

Als er 2017 in London beim London Crit ganz vorne mitfuhr, wurden große Fortschritte gemacht. Ein schwerer Sturz schlug ihm einen Vorderzahn aus und brach ihm den Kiefer. Außerdem brach er sich das Schlüsselbein an mehreren Stellen, was seine Skating-Saison ruinierte. Er nahm weiterhin an Wettkämpfen teil und genoss den Adrenalinschub. Das Team Botje löste das Team Wit ab und er fuhr weiter mit dem Team Rad.

Leider wurden aufgrund von Covid -19 auch die Wettkämpfe eingestellt und Cornelius beschloss, seinem olympischen Traum auf Schlittschuhen noch eine Chance zu geben! 

Der Durchbruch

In der Saison 2020/2021 gewann Cornelius beim zweiten Weltcup die 1000m in der B-Gruppe und belegte bei den Weltmeisterschaften Platz11. Man begann, auf ihn aufmerksam zu werden. Und als Worldstream-Assistenztrainer und ehemaliger Trainingspartner Daniel Greig seinen Namen erwähnte, ergriff Cornelius die Chance, sich dem Profiteam anzuschließen. "Jetzt habe ich endlich Gleichgewicht und Stabilität".

Dank dieses stabilen und professionellen Umfelds gedieh Cornelius und lief bei den Weltmeisterschaften in die Top Ten, was ihm einen Platz in Peking garantierte. Bei den Europameisterschaften belegte Cornelius den4. Platz auf den 1000m und die Top Ten auf den 1500m.

Persönliche Bestleistungen

Mehr über Cornelius

Cornelius lebt in Heerenveen mit seiner Freundin Ellia Smeding, die ebenfalls olympische Eisschnellläuferin ist und das TeamGB vertritt. Neben dem Training und der Führung des Unternehmens Brew'22 studiert Cornelius auch Wirtschaftswissenschaften an der Universität.

Cornelius' Lieblingskaffee

Ein Kraftpaket! Besonders in der Aeropress.

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